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Suchtprävention für Jugendliche

Suchtprävention beginnt nicht erst, wenn Jugendliche erste problematische Erfahrungen machen. Sie setzt früher an und ist im erzieherischen Kinder- und Jugendschutz ein fortlaufender Prozess: durch verlässliche Beziehungen, klare Regeln und Erwachsene, die Jugendlichen Orientierung geben. Ziel ist es, Jugendliche vor Risiken wie Alkohol, Tabak, anderen Substanzen und vor suchtbezogenen Verhaltensmustern zu schützen und ihre individuellen Schutz- und Entwicklungsmöglichkeiten zu stärken.

Jugendliche brauchen dabei Erwachsene, die

  • zuhören und ernst nehmen, auch wenn Themen unangenehm sind

  • Grenzen klar und respektvoll setzen (ohne Drohen oder Bloßstellen)

  • Belastungen und Stresssignale wahrnehmen helfen

  • Konflikte ruhig begleiten und Deeskalation unterstützen

Schutz- und Entwicklungsfaktoren wirken besonders:

  • Selbstvertrauen

  • das Erkennen eigener Gefühle und Belastungen

  • der Umgang mit Frust und Stress

  • Strategien gegen Gruppendruck, zum Beispiel Nein sagen, Ausreden bereithalten, Grenzen setzen und Unterstützung holen.

Ergänzend wird der Gedanke vermittelt: Hilfe ist ein normaler Teil von gesunder Lebensbewältigung.

Im Alltag entstehen Situationen, in denen Risiken „normal“ wirken können—z. B. auf Partys, in Schulkontexten oder bei der Frage, wie „mitmachen“ geht. Deshalb geht es nicht nur um „Regeln gegen Sucht“, sondern auch um Kompetenzen für den Umgang mit Alkohol- und Tabakdruck, Rauschorientierung, Statusfragen und Unsicherheit: Jugendliche sollen lernen, was ihnen guttut, und wie sie sich schützen können.

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